Archive for August, 2007

Wahlbarometer: Mittlere Abweichung pro Partei unter einem Prozent

Statistische Fehlerquoten in Umfragen sind das eine. Sie sagen aus, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Wert in einere Umfrage dem Wert in der Grundgesamtheit entspricht. Das berühmte “+/-” gibt die Grenzwerte hierfür an. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Grenzwert effektiv erreicht wird viel geringer als jene für den Wert, den man direkt aus der Umfrage ableitet.

Vergleiche von Umfragewerten mit der Realität sind das andere. Wahlen sind wohl jener Bereich, bei dem das am auffälligsten geschehen kann, – und geschieht. Wenn der Zeitpunkt der Messungen übereinstimmt, macht das auch Sinn. Die wichtigste Aussage aus den Wahlbarometer, die man daraus ziehen kann, lautet: Der Schnitt der Abweichungen beim Wahlbarometer lag klar innerhalb des Stichprobenfehlers; in Einzelfällen werden die maximalen Abweichung erreicht.

Die mittlere Abweichung zwischen Wahlbarometer und amtlichem Wahlergebnis war bei den vier Regierungsparteien 2003 unter einem Prozent.

Das präziseste Ergebnis lieferten die Befragungen des Forschungsinstituts gfs.bern bei der CVP. Ihr Wahlresultat wurde bis auf 1 Promille genau abgebildet. Auch der Wähleranteil der SP im Wahlbarometer war sehr genau. Die Abweichung betrug 2 Promille.

Die qualitativen Aussagen zu Gewinnern und Verlieren stimmten allesamt: Erkannt wurde, dass die SVP gegenüber 1999 WählerInnen gewinnen würde, dass gleiches auf die SP zutrifft, während FDP und CVP diesbezüglich schwächer sein würden.

Die quantitativ interessanten Abweichungen betraf die SVP und die FDP – und hingen wohl miteinander zusammen. Das Wahlbarometer unterschätzte die effektive Wählerstärke der SVP leicht, und übereschätzt jene der FDP. Die Differenz bei der SVP betruf 1,3 Prozent, jene bei der FDP 2,2 Prozent.


Die Erklärung ergab sich aus der Dynamik des Wahlkampfes in der letzten Phase. Die ungeschickte Ankündigung der Prämiennderung für die Krankenkassen durch den FDP-Innenminister, die unmittelbar vor den Wahlen erfolgte, fiel negativ auf seine Partei zurück.

Die Rückerinnerungsfrage in der Nachbefragung bestätigte diese Analyse. Demnach lag die FDP 1 Woche vor den Wahlen noch bei 18.8 %. In der letzten Woche kam sie noch auf 13 Prozent und sackte damit auf 17.3 %. Die Hälfte der Veränderungen ging an die SVP, während sich der Rest auf allen anderen verteilte.

Ein zweiter Beleg ergibt sich aus den mittelfristigen Trends im Wahlbarometer 2003. Diese benannten die Entwicklungen und Stärken der SP und der CVP früh und richtig. Bei der SVP resultierte im ganzen Wahlbarometer einer leichte Unterschätzung, und bei der FDP eine konstante Überschätzung. Dass die Abweichungen effektiv im letzten Moment geschahen, wird auch so plausibel.

Was heisst das?

Erstens, Repräsentativ-Befragungen sind heute in der Lage, die Veränderungen in den Parteistärken bei nationalen Wahlen zuverlässig zu erkennen. Aus früheren Abweichungen haben wir gelernt, unsere Befragung zu verbessern. Insgesamt bilden sie heute die politisch relevante Realität ab.

Zweitens, Umfragen dürfen in der Schweiz 10 Tage vor den Wahlen nicht mehr veröffentlicht werden; faktisch heisst das, dass sie mindestens 15 Tage vor der Wahl gemacht werden müssen. Sie bilden damit die Entwicklungen im last swing nicht mehr ab.

Dritten, Ereignisse, die in den letzten Tagen die Gunst der Parteien beeinflussen können, bleiben der Hauptgrund, weshalb im Einzelfall Abweichungen bestehen bleiben. Diese sind aber nicht die Regel.

Prozente und Sitze

Prozentwerte zu WählerInnen-Stärken und Sitzzahlen in Parlamenten müssen nicht übereinstimmen. Das legt das Bundesamt für Statistik nach jeder Wahl offen.

Listenverbindungen, die eingegangen werden, um die politische Unberechenbarkeit der Verteiligung von Restmandaten zu verringern, tragen das ihre dazu bei. Sie begünstigen letztens meist die grössere Partei, die eine Listenverbindung eingeht.

In kleinen Wahlkreisen kommt ein weiteres hinzu: Kleine Parteien haben geringe Chancen, überhaupt einen Sitz zu erobern. Wenn eine solche Partei dennoch Stimmen bekommt, sind diese im Parlament häufig gar nicht repräsentiert. Sitze verschweigen da auch etwas.

Auch wenn nicht Welten sind zwischen WählerInnen-Anteilen und Sitzverteilung, tut man gut daran, die Unterschiede nicht einfach zu vergessen und beides nicht zu vermengen.

Das gilt auch für die Übertragung von Umfragen auf Wahlergebnisse.

Repräsentativ-Befragung simulieren mit zunehmender Genauigkeit Wahlergebnisse. Sie sind aber nur geeignet, WählerInnenstärken zu bestimmen. Um auch Sitzverteilung beschreiben zu können, müssten die Stichproben massiv aufgestockt werden. Letztlich bräuchte es sehr umfangreiche Befragungen in jedem Kanton, in dem die Sitzverteilung im National- oder Ständerat nicht schon im Voraus fest steht.

Obwohl das Wahlbarometer, das unser Institut für die SRG SSR idée suisse vor diesen Wahlen erstellt, auf der grössten Befragtenzahl basiert, die in der Schweiz je realisiert worden ist, verzichtete es von Beginn weg auf die Umrechnung von WählerInnen-Anteilen auf Sitze im Nationalrat. Es werden auch keine kantonalen Parteistärken berechnet und veröffentlicht.

Wir werden an diesem Grundsatz auch bis zu den Wahlen festhalten. Mit einer wichtigen Konsequenz: Aussagen über die personelle oder parteipolitische Zusammensetzung der neuen Bundesversammlung werden unserseits ganz ausbleiben aus. Sie müssen es, selbst wenn diese Zahlen und Namen für die Abschätzung des Ergebnisses der Bundesratswahlen in der Bundesversammlung massgeblich wären.

Das Wahlbarometer bestimmt Parteistärken, aktuell, und im Vergleich zu den letzten Wahlen. Es macht das als fortgesetzte Momentaufnahmen, die als Ganzes einen Ablauf der Meinungsbildung zu den Parteien ergeben, und die im Vergleich zu den früheren Wahlbarometern auch eine Einschätzung des WählerInnen-Anteils der Parteien schon vor der Wahl erlauben.

Für die Verankerung der politischen Parteien in der Bevölkerung ist das nicht unwichtig. Es ist der Indikator, der – durch kein Wahlrecht beeinflusst – politische Gewichte der politischen Parteien bei den WählerInnen bestimmt. Das ist immer noch die Basis der demokratischen Legitimierung von Parlamenten!

Kommunikations-Controlling konkret: Angewandte Kommunikationsforschung für den Schweizerischen Nationalfonds

Seit 2003 begleitet gfs.bern die Kommunikation des Nationalen Forschungsprogramms 49 zur Antibiotika-Resistenz im Auftrag des Schweizerischen Nationalfonds.

Die Resultate der Abschlussevaluation aus dem Jahr 2007 sind verblüffend: Trotz steigenden Wissen um die Problematik der Antibiotika-Resistenz steigt das Fehlverhalten im Umgang mit Antibiotika. Nur eine direkt vergleichbare Konzeption der Planungsstudie und der Evaluationsstudie ermöglichen, präzise Vorstellungen über die Kommunikationswirkung zu entwickeln.

Die Studie zeigt die hohe Bedeutung von Emotionen, wenn es um den Umgang mit Gesundheitsrisiken geht. Wir konnten zeigen, dass die sinkende Emotionalität gegenüber der Antibiotika-Resistenz ein wichtiger Faktor zur Erklärung von falschem Umgang mit Antibiotika ist.

Auch die wissenschaftliche Arena will den steigenden Anforderung an die öffentliche Kommunikation gerecht werden. Dazu sind in der Wissenschaftskommunikation wie für andere Organisationen zwei Faktoren wesentlich: Eine gute Kommunikationsstrategie und deren Überprüfung. Wir freuen uns besonders, dass wir bei beim Kommunikations-Controlling so eng mit der Grundlagenforschung zusammen arbeiten konnten.

Die Publikation der Studie erreichte auch eine hohe mediale Präsenz in den meisten relevanten Medien der Schweiz. In Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Nationalfonds gelang es uns, die Resultate auf den Punkt zu bringen. Auch hier kann unser Verständnis der angewandten Forschung, die Ergebnisse sinnvoll verdichtet und verständlich kommuniziert, zu einem besseren Austausch zwischen verschiedenen Öffentlichkeiten beitragen.

Für mich persönlich ist dieses Projekt eine ganz besondere Referenz:
-Sie zeigt unsere seit Jahren wachsenden Kompetenzen in der Kommunikationsforschung auf.
-Sie ist öffentlich zugänglich, was bei Image- und Kommunikationsstudien sonst eher selten der Fall ist.
-Sie zeigt vorbidlich auf, wie Grundlagenforschung und angewandte Forschung zusammenarbeiten können.

Eine Broschüre zum Thema sowie Belegsexemplare aus den Printmedien können bei uns bezogen werden.
Detailresultate:

www.kommunikationstrends.ch

Die Illusionen des diesjährigen Wahlkampfes

Gastblog von Claude Longchamp für NZZvotum, 25. 8.2007 um 11:31

Die erste Illusion im diesjährigen Wahlkampf zu den Parlamentswahlen besteht darin, dass man die Wahlen wie bisher gewinne. Vor allem die SVP, beschränkt auch die SP können ihr erliegen. Denn sie waren die grossen Profiteure der Bi-Polarisierung zwischen 1995 und 2003. Das Erfolgsrezept dieser Epoche war einfach:

Dämonisierung des übermächtigen politischen Gegners, Veränstigung der eigenen potenziellen Wählerschaft, um sie zum Wahlgang zu bewegen. “negative campaigning” nennt man das in der Fachsprache. Doch wer die kantonalen Wahlen der letzten vier Jahre genau beobachtet hat, stellt fest, dass die fast flächendeckende Bi-Polarisierung zum Auslaufmodell wurde. Gerade fünf Wahlgänge für ein kantonales Parlament funktionierten noch so. Fünf weitere zeigten einen Rechts-, sechs gar ein übergwiegend des Linkstrends. Zweimal waren nur Aussenseiter erfolgreich, und dreimal wurde, bisher ganz unüblich, die Mitte gestärkt. Die uneinheitlichkeit hat mit der wichtigsten Veränderung in der Wählerschaft zu tun: Die Zeit des knallharten Vereinfachens ist an ihr Ende gelangt; die Neumobilisierung von Wählenden stösst an grenzen. Fehler der eigenen Partei werden nicht mehr einfach weggesteckt, weil die bi-polare Kampflogik es gar nicht erlauben würde, sie zu diskutieren. Wechselwählen ist wieder gefragter. Nicht mehr gegen wen man ist, interessiert die volatile Wählerschaften, sondern wofür man sich einsetzen will. Wer heute “positive campaigning” betreibt, hat wieder erhöhte Chancen, Wahlen zu gewinnen; – egal ob aus einer Mitte, rechten oder linken Position heraus.

Die zweite Illusion betrifft die Grünen allein. Sie sind im Begriff, die Wahlen zu gewinnen und keinen Ertrag davon zu haben. Die kantonalen Wahlen haben sie zu wahrscheinlichen Siegerinnen auch auf nationaler Ebene gemacht; die Wahlumfragen bestätigen das in leicht variablem Ausmass. Die reaktualisierte Kimafrage und die neugewonnene Regierungsfähigkeit tragen das ihrige zum voraussichtlichen grünen Wahlsieg bei. Doch damit steigen auch die erwartungen an die Grünen, real ins Geschäft um die Bundesratsbeteiligung einzusteigen. Da geben sich die Grünen einer Illusion hin: Man können den möglichen Eintritt in die Landesregierung von weiteren Forderung enabhängig machen. Da studiere man mal die Geschichte der Bundesratswahlen in der Schweiz. Der fall ist in 159 Jahren nie vorgekommen. Hand aufs Herz: Soll die wählerschwächste Partei, die sich um einen Bundesratssitz bemüht, die wählerstärkste Partei aus der Regierung kippen können? Sollen die Grünen einen Anspruch anmelden dürfen, ohne auch nur einen Namen zu nennen, welche frau das sein sollte? Eine genaue Analyse der grünen Forderung hätte doch gezeigt, dass damit ein Systemwechsel des Regierungssystems angestrebt wird. Ich hätte von den Grünen nicht nur eine Pressekonferenz in eigener Sache erwartet, sondern auch eine, die aufgezeigt hätte, wie man in der Schweiz Koalitionsgespräche einführt, was die Leitlinien eines mehrheitsfähigen Regierungsprogramms aus SP, FDP, CVP und Grünen wäre, wer den Ministerpräsidenten designieren solle, und wie weit der Wille reichen würde, das fakultative Referendum einzuschränken, um die Gesetzgebungsarbeit der Mehrheit gegen die Minderheit nicht gleich von Beginn weg zu verunmöglichen. Denn das wäre die mininale Rahmenbedingung, um gegen eine starke SVP in der Opposition wenigstens bis zu den nächsten Wahlen bestehen zu können.

Die dritte Illusion betrifft die sog. Richtungswahl. Das wurde vor allem im ersten Halbjahr 2007 immer wieder thematisiert. Bundesräte, Editorialisten und Parteistrategen sprachen wiederholt davon, um uns an das parteipolitische Schwarz-Weiss-Denken zu gewöhnen. Nun lehrt schon die Erfahrung mit Schweizer Wahlkämpfen, aber auch die Beschäftigung mit der politischen Kultur der Schweiz, das dem harte Grenzen gesetzt sind: Der Förderalismus, der in den Parteistrukturen aller grösseren Parteien angelegt ist, gehört dazu. Kantonalparteien sind sich gewohnt, national Dienstleistungen zu beziehen, Politik aber kantonal zu definieren. Sie geben eigene Parolen heraus, nominieren nach eigenen Gesichtspunkten NationalratskandidatInnen und gehen bei den Ständeratswahl genau die Allianz ein, die ihnen am meisten Wählerstimmen verspricht. Ob das gesamtschweizerisch ein einheitliches Bild abgibt, interessiert da kaum. Mehr noch: das immer beliebtere Panaschieren der KandidatInnen unter den WählerInnen stärkt die KandidatInnen gegenüber den Parteien. In den nächsten 8 Wochen werden fast 2000 Kandidierende ihren eigenen Wahlkampf machen: die gesetzten Bisherigen einen eher lauen; die ambitionierten Neuen einen individuellen, der auf eben jene Stimmen schielt, um mit fremder Unterstütung auf der eigenen Liste nach vorne zu kommen. Dass das Parteidoktrinen widerstrebt, weiss doch jede(r). Die sog. Richtungswahl wurde ja schon 2003 gross propagiert. Da waren wir real auch näher dran. Und da scheiterte sie kläglich. Die svp wurde zwar gestärkt, jedoch auch rotgrün. Im Bundesrat korrigierte man jedoch nur nach rechts, und in Volksabstimmungen danach misslang im entstandenen Misstrauensklima eigentlich alles, was nach Richtungsänderung aussah.

Ich halte dagegen: Die Richtung der Schweizer politik wird nicht einmal alle vier Jahre bei Wahlen bestimmt. Diese legen unsere Vertreterinnen im Parlament fest. Die Sachpolitik, die sich daraus ergibt, ist ebenso vom Geschick der Parteien abhängig, ihre Anliegen an der eigenen Basis periodisch zu diskutieren und zu erneuern, diese als Minderheitsparteien, die sie alle sind, in den politischen Prozess einzubringen, dafür fallweise Mehrheiten zu finden und bei nächsten Wahl auch dazu zu stehen, was man erreicht hat. Das ist bisweilen weniger als in einem Regierungs- und Oppositionssystem, aber häufig solider als unter Rahmenbedingungen, die es in der Schweiz gar nicht gibt!

Der Generationenwandel in der politischen Kommunikation

Gastblog von Claude Longchamp für NZZvotum, 22. 8.2007 um 12:09

 

Ich sehe täglich viele Statistiken. Eine, die ich letzte Woche gesehen habe, will mir nicht mehr aus dem Sinn: die Mediennutzung während Abstimmungskämpfen in der (aus)laufenden Legislaturperiode!

Die Internet-Nutzung in der politischen Kommunikation ist zwischen 2003 und 2007 gestiegen. Insgesamt ist die Entwicklung nicht rasant; nach Alterskategorien indessen schon. Bei den Menschen unter 40 Jahren hat sich die Nutzung der Internatangebote innnert vier Jahren verdreifacht. Der Anteil StimmbürgerInnen in dieser Alterskategorie, der mitstimmte und Internet als Informationsquelle verwendete, stieg von 7 auf 21 Prozent.

Das sind nicht nur punktuelle Beobachtungen. Es sind systematische Ergebnisse. Bei 10 der 11 Abstimmungswochenenden der letzten Legislatur ergab sich ein altersspezifischer Unterschied in der Internetnutzung. Die von uns regelmässig durchgeführten VOX-Analysen bestätigten das von Mal zu Mal. Und in allen Fällen waren es die jüngeren, die sich so häufiger informierten. Das gleiche Phänomen findet sich nur bei der offziellen Abstimmungsinformation. Dort hat sie aber einen anderen Grund: bei älteren Menschen tönt behördliche Information zu Abstimmungen vermehrt noch gleichlautend mit Manipulation.

Die Veränderungen in der generationsspezifischen Webnutzung auch zu politischen Zwecken bleiben nicht ohne Folgen. Es nimmt gegenwärtig auch die Nutzung politischer Informationen am Arbeitsplatz zu. Auch diese ist bei den jüngeren Menschen, die stimmen gehen, systematisch höher als bei den mittelalterlichen. Der Effekt hängt mit der Internet-Nutzung zusammen. Einzig bei den Strassenplakaten kann man, abgeschwächt, eine solche Tendenz noch erkennen. Sie sprechen jüngere tendenziell mehr an als ältere.

Ganz anders sind übrigens die Ergebnisse beim Radio. Wie beim Fernsehen. Wie bei Leserbriefen. Und wie weitgehend auch bei Zeitungen insgesamt. Hier fehlt auf den politischen Kanälen und Rubriken zunehmend der Nachwuchs. Die älteren BürgerInnen, die politisch partizipieren, halten an den alten Informationsweise fest, die jüngeren interessiert es aber nicht mehr so. Die Kluft wächst!

Ein eigentlicher Generationenwandel, der die politische Kommunikation der Gegenwart beeinflusst, wird sichtbar:

. Bei politisch aktiven, jüngeren Menschen verändert sich das Mediennutzungsverhalten schnell.
. Die Neuerungen sind weitgehend vorlagenunabhängig. Sie künden einen grösseren Umbruch in der politischen Informationsbeschaffung an.
. Internet ist jetzt im kommen. Die Individualisierung der politischen Kommunikation schreitet damit vor.
. Der Arbeitsplatz wird so insgesamt auch wieder zum Ort der politischen Informationsbeschaffung.
. Im öffentlichen Raum erlebt das Plakat ein revival. Es entspricht am ehesten den visuellen Bedürfnissen bei der Meinungsbildung.
. Die klassischen Massenmedien wiederum kennen zwar immer noch die grössten Nutzungsziffern, teilweise sinken sie aber, sie unterscheiden sich aber deutlich, wenn man die kommenden Generationen ansieht.

Welche politischen Akteure haben das schon wirklich begriffen?

Konkordanz heisst unverändert wechselnde Mehrheiten nach Sachbereichen

Gastblog von Claude Longchamp für, 20. 8.2007 um 22:30

 

Die Forschungsgruppe sotomo der Universität Zürich wertete für die jüngste Sonntagszeitung die 1300 Namensabstimmungen aus, die in der laufenden Legislatur stattfanden. Die These, die man dazu vertreten kann, lautet: Die klar Frontstellung im Nationalrat, die themenübergreifend eine bürgerlichen Politik unter der Führung der SVP erkennen liesse, fand insgesamt nicht statt. Es dominiert unverändert der Eindruck der wechselnden Mehrheiten nach Sachbereichen

Die Ausländerpolitik bewegte sich, im Vergleich zu 1999-2003, in bürgerliche Richtung. Das hat vor allem mit einer Neuorientierung der CVP, teilweise auch der FDP zu tun. Sie positionierte sich rechter, spricht ausländerkritischer. Rotgrün ist damit marginalisiert worden. In Fragen der Wirtschaftspolitik glich zudem die SVP ihre Position vermehrt mit der FDP ab; die CVP bewegte sich aber in umgekehrte Richtung und näherte sich so Rot-grün an. Insgesamt ist die CVP im Nationalrat die erfolgreichste Partei. Keine andere war so häufig wie sie in der Mehrheit.

In 44 Prozent aller Namensabstimmungen setzte sich das allierte bürgerliche Lager durch. In 28 Prozent jedoch das Zentrum, bestehend aus FDP und CVP, mit der SP. In 14 Prozent der Entscheidungen machten SP und Grüne die entscheidende Vorgabe und fanden bei der CVP oder der FDP Sukkurs. In 2 von Hundert Namensabstimmung verband sich Rotgrün mit der SVP. Nur 3 Prozent aller Namensabstimmungen lassen kein parteipolitisches Muster erkennen; ergänzt durch 9 Prozent, die weitgehend konsensual ausfielen.

Die vereinten bürgerlichen Parteien bestimmt nur die Sicherheitspolitik weitgehend unter sich. In Fragen der Finanz- und Sozialpolitik regieren CVP und FDP grossmehrheitlich, meist unterstützt von der SVP, gelegentlich von der SP. In Wirtschafts- und Ausländerfragen entscheidet die CVP, etwas häufiger von SVP und FDP getrieben, etwas seltener von SP und Grünen. In der Umweltpolitik sind Mitte-Links und Mitte-Rechts-Koalitionen etwa gleich erfolgreich, während die Gesellschaft- und Aussenpolitik weitgehend und unverändert unter Ausschluss der SVP entschieden wird.

“Blochers Revolution ging die Luft aus”, titelte die Sonntagszeitung, als sie die Analyse vorstellte. Sie verwies darauf, dass die bürgerliche Frontbildung schon Ende 2004 angesichts der magern Bilanz in Volksabstimmungen zerfiel. Der neuen Bundesrat bewirkte in der Ausländerpolitik seine wichtigste Veränderung. Das Beispiel machte sonst aber kaum Schule. Die Variabilität der entscheidenden Allianzen ist wie vor den Parlamentswahlen 2003 hoch geblieben. Allen Beteuerungen zum Trotz waren diese keine Richtungswahlen, die zu einer systematisch veränderten Parlamentsarbeit geführt hätten.

Das Gegenstück ist heute offensichtlich die Umweltpolitik. Sie wurde in der laufenden Legislatur vermehrt von beiden Richtungen her massgeblich mitbestimmt. Die CVP hat hier durch eine Neupositionierung der Partei an Profil gewonnen, und sie ist für die Entscheidungen im Nationalrat wichtiger geworden. Sie sagt, ob SVP und FDP die Umweltsituation beeinflussen, oder ob SP und Grüne das machen.

Konkordanz als besondere Form der Mehrheitsbildung, in der nicht eine Koalition alles, sondern die Allianzbildungen von Politikbereich zu Politikbereich bestimmt, ist im gegenwärtigen Nationalrat alles andere als seltner geworden. Sie ist und bleibt die Regierungsweise, die in der Schweiz insgesamt die Politik prägt und die Entscheidungen bestimmt.

AuslandschweizerInnen sollten ihre eigene Vertretung wählen können

Gastblog von Claude Longchamp für NZZvotum, 15. 8.2007 um 15:34

Zieht ein Zürcher oder eine Zürcherin nach Lugano, wird die Person in der Folge vom neuen Ort aus stimmen und wählen. Unsere Ex-ZürcherIn würde, wenn sie ins eidgenössische Parlament wollte, den Kanton Tessin oder die Tessiner Bevölkerung vertreten.

Zieht nun die gleiche Person nicht nach Lugano, sondern nach Mailand, ist alles ganz anders. Will sie weiterhin in der Schweiz mitbestimmen und mitwählen, muss sie sich speziell registrieren lassen. Wollte sie nun ins eidgenössische Parlament, müsste sie im Kanton Zürich kandidieren und von den Wählenden des Kantons gewählt werden. Die AuslandsschweizerInnen würde sie nicht direkt vertreten können.

Wählen in der Demokratie hat eine grundlegende Absicht: Jede/jeder soll seine Behörden, die politisch bindende Beschlüsse fassen können, direkt oder indirekt bestimmen können. Sie sollen es von da aus machen, wo sie leben, und sie sollen es im Vergleich mit den Personen machen, die in ihrer Umgebung wohnen und die politischen Rechte haben.

Die AuslandschweizerInnen können zwar mitbestimmen, und sie können sich auch wählen lassen. Doch sie können keine AuslandschweizerInnen-Vertretung im eidg. Parlament wählen.

Wären es nur wenige AuslandschweizerInnen, wäre das unverhältnismässig aufwendig. Doch dem ist nicht mehr so: Ein Zehntel unserer Landsleute lebt dauerhaft oder vorübergehend ausserhalb der Landesgrenzen. Seit 1977 haben sie das aktive Wahlrecht; seit 1992 verfügen sie auch über das passive.

110000 SchweizerInnen im Ausland haben sich seither registrieren lassen, um bei Abstimmungen und Wahlen ihre Stimme abgeben zu können. Das entspricht der Stimmkraft eine kleineren Kantons.

Keine(r) von den AuslandschweizerInnen sitzt heute im Parlament, denn ihre Erfolgschancen sind, des Wahlmechanismus wegens, gering.

Die einzigen AuslandschweizerInnen im Nationalrat waren bisher die Baumanns, Bauersleute aus Suberg, die als schon gewählte ParlamentarierInnen nach Frankreich ausgewandert waren.

Würden die AuslandschweizerInnen für spezielle Sitze der AuslandschweizerInnen kandidieren können, würde sich ihr Interesse für politische Ameter sicherlich schlagartig erhöhen. Würden sie, wie alle andern auch, von AuslandschweizerInnen gewählt werden können, würde auch ihre Legitimation steigen. Es würden sich wohl auch alle Parteien unter den AuslandschweizerInnen organisieren und so den Dialog mit ihnen auch intensivieren müssen.

Ich schlage vor: Die AuslandschweizerInnen sollten im Ständerat 2 Sitze erhalten. Je einer sollte von den AuslandschweizerInnen in Europa resp. ausserhalb Europas nach den Regeln des Majorzverfahrens besetzt werden. Die Sitze sollten zu den bisherigen 46 hinzu gezählt werden. Die AuslandschweizerInnen sollten auch, gemessen an ihrem Anteil der Stimm- und Wahlberechtigten, Nationalratssitze erhalten. Für diese müsste eine spezielle Form des Parteienproporzes ausgearbeitet werden.

Lange taten wir so, wie wenn es überhaupt keine AuslandschweizerInnen gäbe. Oder wie wenn sie ihre Heimat für immer abgeschrieben hätten. Oder wie wenn sie gleich wieder zurückkehren würden.

Wir haben das im letzten Vierteljahrhundert zu recht zu ändern begonnen; aber unvollständig, – und wir sollten das schnell nachholen! Die AuslandschweizerInnen sollten ihre eigene Vertretung in der Bundesversammlung wählen können.

Gefragt: politische Intelligenz

Gastblog von Claude Longchamp für, 13. 8.2007 um 16:36

Ich bin ein dezidierter Befürworter der Demokratie. Und ich weiss, dass Demokratie davon lebt, dass alle Einheimischen und Heimisch gewordenen die gleichen Rechte haben, wählen zu dürfen und gewählt zu werden. Dennoch frage ich mich, ob wir den richtigen Mechanismen folgen, um unsere PolitikerInnen zu bestimmen.

Gewinnend sollen PolitikerInnen sein; das weiss man. Den ohne Sympathie läuft nicht viel. Der richtigen Partei sollten sie aber auch angehören, und sie sollten diese zuverlässig repräsentieren, führt man ebenso an. Da ergibt es sich fast von selber, dass die Interessenbindungen, die sie vertreten wollen, den eigenen entsprechen müssen. Schliesslich sollten sie in der Gemeinde oder Regionen politische Erfolge aufweisen können. Darüber hinaus sollte sie nicht zu jung (weil unerfahren), aber auch nicht zu alt (weil nicht mehr belastbar) sein, und je nachdem, für wenn sie kandidieren, ist es von Vorteil, ein Mann oder eine Frau zu sein.

Mein Einwand ist: Nicht die Projektion auf ein Du, das mir ähnlich ist, sollte entscheiden, sondern die Kompetenz. Seit einiger Zeit trage ich mich mit der Absicht, eine Bewertungshilfe für die Auswahl von PolitikerInnen zu entwickeln.

Ich weiss, sie sind umstritten, seit es sie gibt, die IQ-Messungen. Deshalb möchte ich gar keinen Test einführen, um sagen zu können: die kann, der nicht! Das ist mir zu nahe am der formalen Bildung. Deren Bedeutung bei der Selektion von PolitikerInnen will ich nicht noch verstärken. Vielmehr schwebt mir ein Raster wie bei der emotionalen Intelligenz vor, das helfen würde PolitikerInnen zubeurteilen, wie sie mit den eigenen Kompetenzen und mit denen anderer umgehen können.

Entsprechend riskiere ich hier mal folgenden Vorschlag, was politische Intelligenz ausmachen könnte:

. einen eigenen Standpunkt begründet formulieren zu können;

. befähigt zu sein, hier die nötige Unterstützung zu suchen und zu finden;

. die Bereitschaft zu haben, sich in die Lage anderer Politiker, die gleiches unter anderen Bedingungen gewollt haben, hineinzuversetzen;

. kompetent zu sein, Gemeinsamkeiten zwischen den Forderungen der eigenen Partei und anderer zu identifizieren, um in Sachfragen Verbindungen eingehen zu können;

. über genügend Sachverstand zu verfügen, in ausgewählten Themen sich mit Experten austauschen zu können, um eigene und fremde Argumente evaluieren zu können;

. die Fähigkeit zu haben, Entscheidungen zu fällen, dazu zustehen und sie mit Respekt vor dem Ergebnis vermitteln zu können;

. das Geschick zu entwickeln, bei Niederlagen nicht gleich nochmals das Verworfene zu fordern, sondern nach den Verbesserung zu schauen, die sich einstellen;

. über die Gnade zu verfügen, bei politischen Siegen nicht überheblich zu werden und den Respekt vor anderen nicht zu verlieren.

So, jetzt bin ich gespannt, was Sie hierzu meinen!

Mir ist es ernst, mit dem Vorgehen. 2007 werde ich zwar kein Forschungsprojekt dazu machen und auch keinen Test für PolitikerInnen auflegen. Aber ich werde die Medien danach absuchen, was sie mir hierzu berichten.

Und Sie, was machen Sie?

Die Mär von der sinkenden Wahlbeteiligung

Gastblog von Claude Longchamp für NZZvotum, 12. 8.2007 um 11:02

Sie sinke. Anhaltend. Das rühre von der Langeweile. Im Wahlkampf. Bald sei man am Ende. Mit der demokratischen Legitimation.

Sie haben es sicher erkannt. Es geht um die Stimm- und Wahlbeteiligung in der Schweiz. Und um die Medienberichterstattung darüber.

Ich kenne keinen gesamtschweizerischen Wahlkampf, in dem dieses Bild nicht einmal aufkommt. Diesmal ging die Weltwoche voran. Da kann man noch Schultern zucken; denn mit der Faktentreue nimmt es das Blatt nicht so richtig ernst. Doch jetzt hat auch die NZZ am Samstag im Leitartikel in die gleiche Kerbe gehauen. Das enttäuscht mich! Und ich muss dagegen halten.

Schlicht falsch ist die Aussage, dass die Stimm- und Wahlbeteiligung sinke. Das galt zwar in der Nachkriegszeit bis in die 80er Jahre. Die mittlere Teilnahme bei Volksabstimmung fiel fast auf die 30 Prozent-Marke. Heute sind es im Schnitt wieder 43 Prozent der Männer und Frauen, welche die erweiterten politischen Rechte haben.

Nicht anders ist es mit der Wahlbeteiligung: Sie fiel bis 1979. Danach stagnierte sie, und sie liess 1995 zum letzten Mal nach. 42 Prozent Teilnahme wusste das Parlament damals hinter sich. Seither steigt die Wahlbeteiligung wieder leicht an. Sie erreichte bei den letzten Wahlen die besagten 45 Prozent.

Verschiedene Gründe können genannt werden: Die Repolitisierung der Schweizer Politik seit den 90er Jahren liess die Stimmbeteiligung bei umstrittenen, stark werthaltigen Vorlagen im Einzelfall bis auf fast 80 Prozent ansteigen. Im Schnitt haben die Aufwendungen im Abstimmungskampf zugenommen, die darauf abzielen, die das eigene Potenzial zu mobilisieren; und sie zeigen Wirkungen. Zudem brachte die Polarisierung der Schweizer Politik seit den 80er Jahren brachte mit den Grünen und der Autopartei neue politische Akteure in die Parlamente und neue BürgerInnen in die Politik. Bis 2003 übernahmen vorwiegend in der Folge SVP und SP die Aufgabe, Neuwählende zu mobilisieren und so die Wahlbeteiligung ansteigen zu lassen. Last but not least brachte die erleichterte briefliche Stimmabgabe im Schnitt 4 Prozentpunkte mehr Stimmbeteiligung bei jeder Volksentscheidung.

Ich habe einen Wunsch an die PolitikerInnen und Medien, die sich im Wahlkampf engagieren: Schreiben Sie ihn nicht künstlich tot! Reden und schreiben Sie nicht mehr von der sinkenden Wahlbeteiligung. Halten Sie sich an die Fakten. Interessieren sie sich nicht mehr für die ritualisierten, in ihrer Wirkung effektiv nachlassenden Formen des Wahlkampfes. Ergründen Sie dafür, was in der politischen Kommunikation alles geschieht, um Menschen zum Wählen zu bewegen. Und lesen sie die Statistiken, Untersuchungen und Berichte dazu richtig.

Und ich äussere eine Vermutung: Wer dennoch Leitartikel in die andere Richtung verfasst, missbraucht den Journalismus ein, um eine Stimmung zwischen Wehmut und Skandal zu erzeugen. Sei es, um die Vergangenheit festzuhalten und ihr bis heute nachzutrauern, oder um die Zukunft zu diskreditieren, bevor sie kommt. Beides ist nicht nötig. Die Gegenwart ist dafür zu interessant!

Spiegeln Sie sich politisch

 


Gastblog von Claude Longchamp für NZZvotum, 09. 8.2007 um 17:56

26 Mal haben wir SchweizerInnen seit den letzten Parlamentswahlen in eidgenössischen Angelegenheiten abgestimmt. Der Vergleich von kommunalen Zustimmungen und Ablehnungen in allen diesen Entscheidungen ergibt die politische Themenlandschaft der Schweiz, die sich wie folgt liest:

(Zur grösseren Ansicht bitte auf Grafik klicken): Themenlandschaft der Schweiz

Würde eine Vorlage von allen Stimmenden angenommen, hätte sie 100 Punkte und käme in der Scheibe genau ins Zentrum. Hätte sie gar keine Zustimmung, würde sie auf 0 Punkte kommen und genau auf dem äussern Kreis liegen. Wird sie angenommen, ist sie innerhalb des inneren Kreises, wird sie abgelehnt, kommt sie zwischen den inneren und äusseren Kreis zu liegen.

Hat die kommunale Zustimmung ein typisch linkes Profil, liegt der Punkt auf der X-Achse links der Mitte; im umgekehrten Fall ist rechts davon. Ist das Profil von der gemeindeweisen Zustimmung genau das, das man bei Modernisierungsthemen kennt, liegt der Punkt auf der vertikalen Achse oben, bei typischem Traditionalismus unten.

Was so entsteht, ist nicht beliebig. Es ist der objektivierte Sternenhimmel der Schweiz. Sie können ihn nutzen wie eine Landkarte: Was nahe beisammen liegt, wir von den gleichen Menschen geteilt, und was polarisiert, hat effektiv eine andere Unterstützung.

So repräsentiert das Asylgesetz eine rechtskonservative Politik, die mehrheitlich angenommen wurde. Das Familiengeld steht für die links-moderne Politik, die ihrerseits mehrheitsfähig ist. Das Steuerpaket wiederum ist charakteristisch für eine rechte Modernisierung gewesen, bei der Mehrheit durchgefallen ist. Das neue Partnerschaftsgesetz schliesslich ist typisch für die moderne Schweiz, hatte aber in der Zustimmung weder ein nennenswertes rechts, noch ein ausgesprochen linkes Profil.

Begriffen? – Dann drucken Sie sich die Grafik jetzt aus! Nehmen sie Farben hervor und lösen sie drei Aufgaben:

Erstens, kreuzen Sie an, was sie in den letzten vier Jahren selber angenommen haben.
Machen sie um die Punkte, die dafür stehen eine Linie, um ihre eigene Position im Spiegel der SchweizerInnen zu erkennen.

Zweitens, streichen Sie an, was die Partei, die sie am 21. Oktober 2007 Wählen könnten, in den letzten vier Jahren vertreten haben. Schauen sie mal, welche anderen Parteien thematisch ihnen auch verwandt sind.

Drittens, wenn Sie so geübt sich und Parteien positionieren können, schätzen Sie bei den Wahlkampfthemen, die aufkommen, um was für ein Thema im Spiegel der SchweizerInnen es sich eigentlich handelt.

Vergessen Sie dabei nicht, weiterhin Stimmen und Wählen zu gehen!