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	<title> &#187; Politik</title>
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		<title>Neue Rolle sozialer Netzwerke in Abstimmungskampagnen. Facebook und Youtube als Teil der Grassroots-Mobilisierung</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 11:05:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Golder</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Mobilisierung über Internet gewinnt an Bedeutung. In kurzer Zeit kommt man auf diesem Weg an Gruppen heran, die in der Regel nicht oder nur selten an Abstimmungen teilnehmen. 
Auch dies ist ein Teil umfangreicher Abklärungen, die wir zum Verständnis von Abstimmungskampagnen treffen. Dass dieser Prozess immer stärker an den klassischen Meinungsführenden vorbeigeht, macht den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Mobilisierung über Internet gewinnt an Bedeutung. In kurzer Zeit kommt man auf diesem Weg an Gruppen heran, die in der Regel nicht oder nur selten an Abstimmungen teilnehmen. </p>
<p>Auch dies ist ein Teil umfangreicher Abklärungen, die wir zum Verständnis von Abstimmungskampagnen treffen. Dass dieser Prozess immer stärker an den klassischen Meinungsführenden vorbeigeht, macht den Meinungsbildungsprozess bei Abstimmungen umso spannender. Es gibt Einiges zu lernen, wie Claude Longchamp letzten Samstag in der <a href="http://www.bernerzeitung.ch/schweiz/standard/Longchamp-erklaert-sich/story/25440476">Berner Zeitung</a> einräumte.</p>
<p>Wir sind daran.</p>
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		<title>Claude Longchamp, Institutsleiter gfs.bern nimmt in der NZZ Stellung zu Umfragen-Kontroverse und drückt Bedauern aus</title>
		<link>http://www.kommunikationsblog.ch/blog/1023/claude-longchamp-institutsleiter-gfs-bern-nimmt-in-der-nzz-stellung-zu-umfragen-kontroverse-und-druckt-bedauern-aus/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 14:02:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Golder</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Claude Longchamp drückt im Namen von gfs.bern in der NZZ von heute sein Bedauern über den die Umfragen im Vorfeld der Minarett-Initiative aus. gfs.bern will solche Fälle künftig vermeiden. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Claude Longchamp drückt im Namen von gfs.bern in der <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/abstimmungsumfragen_und_entscheidungs-ambivalenzen_1.4626569.html">NZZ von heute </a>sein Bedauern über den die Umfragen im Vorfeld der Minarett-Initiative aus. gfs.bern will solche Fälle künftig vermeiden. </strong></p>
<p>Die Umfragen waren &#8220;state of the art&#8221; wie dies eine unabhängige Analyse bestätigt. Die Erklärung der Abweichung zwischen Umfrage und Resultat ist auch nicht bei der Handy-Problematik zu suchen.</p>
<p>Hauptursache der Abweichung ist eine spezifische Form der Meinungsbildung. 31% der Teilnehmenden in der VOX-Analyse geben an, erst in den letzten zwei Wochen vor der Abstimmung ihre Entscheidung getroffen zu haben und zwischen Abstimmung und mittlerem Befragungstag der letzten Vorumfrage liegen 18 Tage. Die zeitliche Erklärung ist demnach bedeutender als die methodische. gfs.bern arbeitet demnach stark an der Unterscheidung zwischen einer Momentaufnahme wie sie Umfragen darstellen und von Prognosen, zu denen sie meist ohne tiefere Reflexion gemacht werden.</p>
<p>Eine erhärterte Erklärung der methodisch bedingten Abweichung knüpft bei der sozialen Erwünschtheit an. Dabei handelt es sich aber nicht um &#8220;Lügen in Umfragen&#8221; wie dies teilweise behauptet wird. gfs.bern spricht von der &#8220;Entscheidungsambivalenz&#8221;, die sich bei der Minarett-Initiative besonders stark zeigte. &#8220;In der Meinungsbildung kann das bedeuten, man ist eher für ein Ja oder unschlüssig, gibt das in der Umfrage so an und stimmt dann Ja. Oder aber man bekundet, nicht teilnehmen zu wollen, verweigert allenfalls sogar ein Interview und stimmt Ja. Das ist aber selten und für uns ein Spezialfall.&#8221; sagt Claude Longchamp gegenüber Martin Senti, welcher für die NZZ das Interview führte.</p>
<p>Solche Spezialfälle sind möglich, wenn ein Thema lange tabuisiert war und die Thematisierung erst im Abstimmungskampf geschieht. Hier können auch Gruppen mobilsiert werden, die eine Chance sehen, ein Protestsignal zu senden. Probleme wie bei der Minarettinitiative gab es bei gfs.bern noch nie. Schwierigkeiten mit anderen erwarteten Mehrheiten traten 1999 bei der Mutterschaftsversicherung und 2004 bei der erleichterten Einbürgerung der dritten Generation auf. 50 korrekte Analysen stehen dem gegenüber. Die Umfragen sind in 95 Prozent der Fälle brauchbar.</p>
<p>gfs.bern arbeitet an den Modalitäten, die Datensätze aus SRG-Umfragen für wissenschaftliche Zwecke zur Verfügung zu stellen. Obwohl Prognosen schwierig sind, stellt Claude Longchamp die Aussage, dass er für die Hochrechnungen der eidgenössischen Abstimmung vom 7. März 2010 wieder am Bildschirm zu sehen sein wird.</p>
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		<title>Erklärungsmodell der geringen Beteiligung an Gemeindeversammlungen</title>
		<link>http://www.kommunikationsblog.ch/blog/679/erklarungsmodell-der-geringen-beteiligung-an-gemeindeversammlungen/</link>
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		<pubDate>Thu, 30 Jul 2009 03:00:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Golder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Micheal E. Dreher betätigt sich als Politologe und nimmt ein politologisch sehr spannendes Thema auf. Er hat für 17 Gemeinden im Kanton Zürich die durchschnittliche Beteiligung erechnet. Die tiefen Werte sind erdrückend und bedrückend. Das Hauptproblem liegt bei der Manipulationsmöglichkeit, wenn man nur sehr wenige Personen zusätzlich mobilisiert. Dann ist eine Überraschungsmehrheit durchaus möglich, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Micheal E. Dreher betätigt sich als Politologe und nimmt ein politologisch sehr spannendes Thema auf. Er hat für 17 Gemeinden im Kanton Zürich die durchschnittliche Beteiligung erechnet. Die tiefen Werte sind erdrückend und bedrückend. Das Hauptproblem liegt bei der Manipulationsmöglichkeit, wenn man nur sehr wenige Personen zusätzlich mobilisiert. Dann ist eine Überraschungsmehrheit durchaus möglich, die kaum als legitim erachtet wird. Ich selber war auch überrascht, als mir eine SVP-Gemeinderätin einmal direkt sagte, dass sie nichts von Gemeindeversammlungen hält, da diese einfach durch selektive Mobilisierung entschieden würden.</p>
<p>Der Tages-Anzeiger <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/kanton/TurnvereinDemokratie-Gemeindeversammlungen-sollen-weg/story/31775754">berichtete </a>gestern.</p>
<p>Was aber erklärt die Streuung auf geringem Niveau in den 17 Gemeinden? Die Resultate der Regressionsanalyse mit Hilfe von Strukturdaten bringt einiges Licht ins Dunkel. Mit unseren Modellen können wir gegen 80% der Schwankungen erklären. Trotz geringer Fallzahl können wir Arbeitshypothesen aufstellen, was gesamtschweizerisch erklärt, wie wenig Personen an Gemeindeversammlung teilnehmen.</p>
<p>1. Arbeitshypothese: Das oppositionell-konservative Millieu nimmt am wenigsten an Gemeindeversammlungen teil. Am besten repräsentiert wird dieses Millieu durch den Anteil Personen, welche die Schweizer Demokraten wählen, aber auch durch Personen, die im Bergbau  tätig sind. Ähnliches gilt wohl auch für das linksoppositionelle Millieu; dieses ist in diesen Goldküstengemeinden allerdings nicht so stark vorhanden.</p>
<p><img src="http://www.kommunikationsblog.ch/blog/wp-content/uploads/2009/07/prasentation11.jpg" alt="Beteiligung an Gemeindeversammlungen als Funktion des Anteils der Schweizer Demokraten bei den Wahlen 2007" title="Beteiligung an Gemeindeversammlungen als Funktion des Anteils der Schweizer Demokraten bei den Wahlen 2007" width="504" height="378" class="aligncenter size-full wp-image-690" /><br />
Die Grafik zeigt den Zusammenhang zwischen Anteil der Schweizer Demokraten an den Wahlen 07 und die Beteiligung an Gemeindeversammlungen im Durchschnitt 2001-2008 gemäss Michael E. Dreher.</p>
<p>2. Arbeitshypothese: Eine industrielle Struktur (Anteil Betriebe im 2. Sektor in einer Gemeinde) erhöht die Teilnahmewahrscheinlichkeit an Gemeindeversammlungen. Dies könnte mit einer durch industrielle Betriebe geprägten Ortskultur zusammenhängen. Solche alteingessenenen Betriebe könnten eine lokal aktive Gemeindebürgerschaft schon seit langem befördert haben. </p>
<p>3. Arbeitshypothese: Je höher der Anteil Personen mit sekundärer Bildung und je weniger tertiär gebildet sind, desto geringer die Teilnahme an Gemeindeversammlungen. Dieser Faktor &#8220;Bildung&#8221; erklärt allerdings auch die geringere Teilnahme an eidg. Abstimmungen und damit letztlich auch das politische Interesse allgemein.</p>
<p>4. Arbeitshypothese: Je mehr Personen in Einzelhaushalten leben, d.h. je atomisierter eine Gemeindestruktur, desto geringer ist die Teilnahme an Gemeindeversammlung.</p>
<p>Die Analyse zeigt, wie wertvoll Strukturdaten für konkrete Fragen über Gemeinden sein können. Die Zahlen von Michael E. Dreher zeigen wiederum, wie heikel mittlerweile das Instrument der Gemeindeversammlung mit Blick auf die demokratische Legitimation ist. Dass dies insbesondere für konservativ-oppositionelle Kreise gilt, zeigt auch, dass Michael E. Dreher wohl selbst weiterhin recht konservativ-oppositionell und damit viel eher Politiker als Politologe ist.</p>
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		<title>Der Arzt und meine Diagnose zur FMH: am Ende kein Latein</title>
		<link>http://www.kommunikationsblog.ch/blog/656/der-arzt-und-meine-diagnose-zur-fmh-am-ende-kein-latein/</link>
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		<pubDate>Sun, 31 May 2009 10:38:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Golder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute wurde die FMH-Mitglieder-Studie publiziert. 7&#8242;897 Ärztinnen und Ärzte haben an der Online-Umfrage teilgenommen und wir waren überrascht vom hohen Rücklauf.
Die Studie schliesst einen Kreis in meinem Leben, der aus einem Arzt, Latein und politischen Blockaden besteht.
Arzt
Mein Vater ist Arzt und ich bin demnach ein filius medici. Er nahm mich ab und zu mit ins [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute wurde die FMH-Mitglieder-Studie publiziert. 7&#8242;897 Ärztinnen und Ärzte haben an der Online-Umfrage teilgenommen und wir waren überrascht vom hohen Rücklauf.</p>
<p><strong>Die Studie schliesst einen Kreis in meinem Leben, der aus einem Arzt, Latein und politischen Blockaden besteht.</strong></p>
<p><strong>Arzt</strong><br />
Mein Vater ist Arzt und ich bin demnach ein filius medici. Er nahm mich ab und zu mit ins Spital Wattenwil. Während seiner Visite wurde ich von von Krankenschwester perfekt betreut um nicht zu sagen verwöhnt. Kein Wunder, dass mit der Aussicht auf ein verwöhntes Leben mein Traumberuf Arzt war!</p>
<p><strong>Latein</strong><br />
Mein Vater hat mir dann klar gemacht, dass ich UNBEDINGT Latein lernen müsse, um Arzt zu werden. Leider verfüge ich in diesem Bereich über gar kein Talent. So wurde mir nach 18 Jahren, wovon 4 mit ungenügenden Lateinoten klar, dass ich meinen Traumberuf nicht studieren wollte. </p>
<p><strong>Politische Blockaden</strong><br />
Auch dank meinem Vater bin ich politisch interessiert. Mit 18 konnte ich erstmals stimmen &#8211; und gleich beim EWR! Meine Überraschung war riesig, dass ein Nein resulierte und damit eine politische Blockade in der Europapolitik entstand. So kam ich auf ein lebhaftes Interesse an der direkten Demokratie. Und schliesslich zum Studium der Politikwissenschaften.</p>
<p><strong>Der Kreis schliesst sich</strong><br />
So nahe am Puls der Ärtzeschaft war ich noch nie. Fast unzählige direkte Rückmeldungen in den offenen Fragen und klare Bekenntnisse zur Tätigkeit der FMH konnten wir in unserem Forschungsteam auswerten. Und siehe da: Die Ärzteschaft in der Schweiz ist heute erheblich politisiert und frustriert. Im Berufsalltag stört die politische Blockade im Gesundheitswesen und alles andere ist Nebensache. Es ist ein eigentlicher &#8220;Ileus magnus&#8221;: Ein heftiger Darmverschluss! Und mit der lateinischen Diagnose einer eigentlichen politischen Blockade in der Gesundheitspolitik schliesst sich ein Kreis in meinem Leben.</p>
<p><strong>Am Ende kein Latein</strong><br />
Aus der europapolitischen Blockade konnte man herauskommen. Es brauchte Zeit, viel Pragmatismus, Überzeugungskraft und Arbeit. Es brauchte Verhandlungsgeschick und Kompromissbereitschaft. Aus Sicht der FMH-Mitglieder ist es zentral, dass sie ihren Einfluss auf die Gesundheitspolitik stärker und sichtbarer macht. Dass sie ihre Ziele konsequent und strategisch verfolgt aber dabei klar auf die Bedürfnisse der anderen Zielgruppen und der Bevölkerung Rücksicht nimmt. Zu den klassischen Aufgaben als Interessenverenigung wird für die FMH eine neue neue hinzu kommen &#8211; so mindestens unsere These: Campaigning. Die Kunst Strategie und Kommunikation zu einem Ganzen werden zu lassen. Am Ende der Studie also kein Latein, sondern plattes Englisch. Obwohl sich der Kreis schliesst, bleibt der Schuster bei seinen Leisten. Und der Politologe hofft auf eine baldige Genesung des Gesundheitswesens.</p>
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		<title>Stimmverhalten der Jungen: Markwalder- und Reimann-Kohorten</title>
		<link>http://www.kommunikationsblog.ch/blog/632/stimmverhalten-der-jungen-markwalder-und-reimann-kohorten/</link>
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		<pubDate>Wed, 13 May 2009 11:05:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Golder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie der VOX-Trend-Bericht 2008 aufzeigt, sind die 18-29 jährigen, die an europapolitischen Abstimmungen teilnehmen, heute deutlich EU-kritischer als die damals Jüngsten vor 10 Jahren. Wir sprechen deshalb von einer Markwalder-Kohorte (NEBS-Präsidentin) und einer Reimann-Kohorte (Young4Fun-Gründer).

Nach wie vor begeistern sich sehr wenig junge Stimmberechtigte für die Politik und die Teilnahme ist massiv unterdurchschnittlich. Hier hat sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie der <a href="http://www.gfsbern.ch/publikationen/fberichte.php?showid=313&#038;lang=de&#038;sub2=">VOX-Trend-Bericht 2008 </a>aufzeigt, sind die 18-29 jährigen, die an europapolitischen Abstimmungen teilnehmen, heute deutlich EU-kritischer als die damals Jüngsten vor 10 Jahren. Wir sprechen deshalb von einer Markwalder-Kohorte (NEBS-Präsidentin) und einer Reimann-Kohorte (Young4Fun-Gründer).</p>
<p><object width="378" height="274"><param name="movie" value="http://www.sf.tv/videoplayer/embed/17c075d5-8049-4f2e-b417-e7f3c3db52d3&#038;live=false"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="scale" value="noscale" /><embed src="http://www.sf.tv/videoplayer/embed/17c075d5-8049-4f2e-b417-e7f3c3db52d3&#038;live=false" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="378" height="274" scale="noscale" allowFullScreen="true" salign="lt"></embed></object></p>
<p>Nach wie vor begeistern sich sehr wenig junge Stimmberechtigte für die Politik und die Teilnahme ist massiv unterdurchschnittlich. Hier hat sich &#8211; leider aus demokratietheoretischer Sicht &#8211; wenig verändert. Optimistisch stimmt allerdings, dass sich ab 30+ offenbar der Teilnahmeanteil systematisch steigt und damit die Situation nicht schlimmer wird.</p>
<p>Um diese Begeisterung oder mindestens das Interesse zu wecken, braucht es offenbar Katalysatoren. Im Fall der von uns vorsichtig als &#8220;Markwalder-Kohorte&#8221; bezeichneten Gruppe (geb. 1971-1980) könnte dies unter anderem der Fall der Mauer gewesen sein, der die Weltordnung nach den goldenen Achtzigern auf den Kopf stellte. Damals herrschte ein grosser Optimismus vor, dass sich neben einer sicheren Wirtschaftssituation auch eine globale und friedliche Weltordnung etablieren könnte. Diese Kohorte ist damit etwas verträumt und in der Luft: Dem Verfolgen des eigenen, individuellen Glücks steht in einer friedlichen, geeinten und prosperierenden Welt nicht entgegen. </p>
<p>Die Neunziger brachten dann aber auch die Schattenseiten hervor: Die Reimann-Kohorte (geb. 1980-1989) erlebte ihre formativen Jahre ab Mitte der Neunzigerjahre in einer wirtschaftlich viel schwierigeren Zeit. <a href="http://www.kommunikationsblog.ch/blog/33/sorgenbarometer-2006-wirtschaftsidentitat-und-wirtschaftliche-sorgen-der-jungen/">Es erstaunt nicht, dass die heutigen Jüngsten die Interessen der Wirtschaft sehr ernst nehmen und sich stark um die eigene Lehrstelle und den eigenen Arbeitsplatz sorgen</a>.</p>
<p>Die Schattenseiten der Globalisierung äusserten sich nach dem Fall der Mauer beispielsweise auch beim Bosnienkrieg. Eine friedliche Weltordnung etablierte sich nicht. Dies könnten die Katalysatoren der Reimann-Kohorte gewesen sein. Damit könnte auch eine Rückbesinnung auf traditionelle Schweizer-Werte und die stärkere Unterstützung einer repressiven Asyl- und Ausländerpolitik verbunden werden, welche sich bei den heute jüngsten Stimmberechtigten zeigt. Sie wuchs in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten auf und orientiert sich stärker an einer klassisch definierten Sicherheit. Sie ist damit handfester, pragmatischer und mehr am Boden als die Markwalder-Kohorte.</p>
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		<item>
		<title>Was man 10 Tage vor einer Abstimmung in der Schweiz über ihren Ausgang weiss &#8211; und was nicht</title>
		<link>http://www.kommunikationsblog.ch/blog/614/was-man-10-tage-vor-einer-abstimmung-in-der-schweiz-uber-ihren-ausgang-weiss-und-was-nicht/</link>
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		<pubDate>Wed, 06 May 2009 15:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kommunikationsblog.ch/blog/?p=614</guid>
		<description><![CDATA[Bei Wahlen in den USA, in Deutschland und in Frankreich ist es erlaubt, bis zum Wahltag selber Umfragen zu machen und zu veröffentlichen. Was zum Zeitpunkt der Publikation meist rund einige Tage alt ist und mit dem Wahlergebnis nicht übereinstimmt, gilt als Fehlprognose. Das ist auch richtig so.
In der Schweiz gelten seit Längerem andere Vorschriften, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei Wahlen in den USA, in Deutschland und in Frankreich ist es erlaubt, bis zum Wahltag selber Umfragen zu machen und zu veröffentlichen. Was zum Zeitpunkt der Publikation meist rund einige Tage alt ist und mit dem Wahlergebnis nicht übereinstimmt, gilt als Fehlprognose. Das ist auch richtig so.</p>
<p>In der Schweiz gelten seit Längerem andere Vorschriften, die als gentlemen aggrement zwischen Politik und Forschung entstanden sind und heute von den meisten hiesigen Medien akzeptiert werden. 10 Tage von Wahlen und Abstimmungen ist es nicht erlaubt, neue Umfragen zu veröffentlichen, sodass die letzte Erhebung in der Regel im Schnitt mindestens 14 Tage vor dem letzten Tag der Entscheidung gemacht wurde. </p>
<p>Das stellt verschiedene Probleme an die Aussagemöglichkeiten zum Ausgang von Abstimmungen, weil die Daten nicht unmittelbar vor der Entscheidung erhoben werden: zum Beispiel die Frage nach der Mobilisierung in den letzten zwei Wochen, welche die Grössenordnung von Zustimmung und Ablehnung an sich beeinflussen kann; dann aber auch nach dem Entscheid der Unschlüssigen, die mit der Nichtbeteiligung, Ablehnung oder Zustimmung drei Möglichkeiten haben. </p>
<p>Das Argument, mit der Briefwahl werde das ausgeglichen stimmt nicht, denn erfahrungsgemäss stimmt nur eine Minderheit vorzeitig brieflich, eine Mehrheit brieflich in der letzten Woche vor dem Entscheidungstag. </p>
<p>Ohne Analyse der letzten Ereignisse in einem Abstimmungskampf einerseits und Projektionen zum Verhalten der Unschlüssigen anderseits sind punktgenaue Angaben zum Ausgang der Entscheidung deshalb in der Schweiz (und anderen Ländern wie Luxemburg, die ähnliche Einschränkungen kennen) nicht an sich möglich.</p>
<p>Bei Wahl werden solche Annahme und Kontrollen soweit möglich gemacht. Bei Abstimmungen ist das Risiko zu gross, weil die Dynamiken zu stark von variierenden Gegenstand der Entscheidung abhängt resp. von den letzten Entwicklung in den Kampagne geprägt ist. </p>
<p>Deshalb ist es in der Schweiz auch bei der letzten Erhebung üblich, mit Zustimmungswerten, Ablehnungszahlen und Prozent für Unschlüssige zu arbeiten. Sind die Verhältnisse klar, kann man Aussagen zum Ausgang machen, die eine hohe Wahrscheinlichkeit für sich beanspruchen können. Sind sie es aber nicht, müssen solche Feststellungen ausbleiben.</p>
<p>Bei den Umfragen für die SRG SSR idée suisse haben sich die Beteiligten darauf geeinigt, von </p>
<p>. wahrscheinlicher Zustimmung,<br />
. wahrscheinlicher Ablehnung und<br />
. offenem Ausgang zu sprechen. </p>
<p>Bei letzterem ist es möglich eine gewisse Tendenz anzugeben, indem Vorteile für eine oder andere Seite kommuniziert werden, wenn sich diese aus der Sache heraus ergeben. Prognosen sind das aber nicht. </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Abstimmungsverhalten: auch eine Vertrauensfrage</title>
		<link>http://www.kommunikationsblog.ch/blog/596/abstimmungsverhalten-auch-eine-vertrauensfrage/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Apr 2009 15:00:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Golder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kommunikationsblog.ch/blog/?p=596</guid>
		<description><![CDATA[Die Vertrauensfrage spielt beim Abstimmungsverhalten eine grosse Rolle, so meine These. Am 17.5.09 könnte dies gleich doppelt der Fall sein:
In letzter Zeit war mehrmals vom Faktor &#8220;Image&#8221; die Rede, welcher das Wahlverhalten in geradezu mirakulöser Art und Weise beeinflussen soll. Wir haben hierzu kritisch Stellung bezogen. (Blogbeitrag 1 / Blogbeitrag 2)
Wenig zur Sprache kamen aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Vertrauensfrage spielt beim Abstimmungsverhalten eine grosse Rolle, so meine These. Am 17.5.09 könnte dies gleich doppelt der Fall sein:</p>
<p>In letzter Zeit war mehrmals vom Faktor &#8220;Image&#8221; die Rede, welcher das Wahlverhalten in geradezu mirakulöser Art und Weise beeinflussen soll. Wir haben hierzu kritisch Stellung bezogen. (<a href="http://www.kommunikationsblog.ch/blog/524/das-image-erklart-nicht-alles-aber-es-zahlt-neben-fakten/">Blogbeitrag 1</a> / <a href="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/3469/wahlprognose-eben-doch-kein-kinderspiel/">Blogbeitrag 2</a>)<br />
Wenig zur Sprache kamen aber bisher die Vertrauensaspekte beim Stimmverhalten. </p>
<p>Bei der Biometriefrage spielt das Misstrauen gegen den Datenschutz des Bundes gegen die Vorlage, während das allgemeine Vertrauen in die Komplementärmedizin in der Ausgangslage die Chancen für die Vorlage als gut erscheinen lassen.</p>
<p>&#8220;Der biometrische Pass ist ein Schritt Richtung Überwachungsstaat: 64% der Stimmberechtigten stimmen diesem Argument gegen die biometrischen Pässe voll oder eher zu. Nur 32% hegen solche Befürchtungen nicht. </p>
<p>Gerade in der heutigen Zeit, wo der Bundesrat oft in der Kritik steht, scheint eine Vertrauenskrise entstanden zu sein, welche die Chancen dieser Behördenvorlage verringert. Noch die Abstimmung vom 9. Februar 09 war gemäss der <a href="http://www.polittrends.ch/abstimmungen/abstimmungsanalysen/vox-analysen/2009-02-08_VoxD.pdf">VOX-Analyse</a> auch ein Ausdruck des Vertrauens in den Bundesrat. Seit dem 18. Februar und allen Entscheidungen rund um das Bankgeheimnis könnte dieser Vertrauensbonus ins Rutschen gekommen sein.</p>
<div id="attachment_597" class="wp-caption aligncenter" style="width: 292px"><img src="http://www.kommunikationsblog.ch/blog/wp-content/uploads/2009/04/akupunktur.jpg" alt="In der Krise vertraut man dem Akupunkteur eher als dem Bundesrat" title="akupunktur" width="282" height="352" class="size-full wp-image-597" /><p class="wp-caption-text">In der Krise vertraut man dem Akupunkteur eher als dem Bundesrat</p></div>
<p>Auf der anderen Seite denken 57%, dass die Komplementärmedizin oft günstiger ist als die Schulmedizin und dies obwohl die Schulmedizin immer wieder die Glaubwürdigkeit und Wirksamkeit der Komplementärmedizin in Abrede stellt. Offenbar vertraut man der Nadel der chinesischen Akupunkteurin in der heutigen Zeit mehr als den Argumenten des Bundesrats.</p>
<p>Ich bin gespannt, ob sich diese These auch noch in der VOX-Analyse zur Abstimmung vom 17. Mai bestätigten lässt.</p>
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		<title>Letzte Befragung vor Abstimmung und Abstimmungsergebnisse im Vergleich</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jan 2009 15:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach der letzten repräsentativen StimmbürgerInnen-Befragung vor Abstimmung interessiert regelmässig, was man daraus für das Abstimmungsergebnis ablesen kann. Vor einfachen Faustregeln in Form von Umrechnungsfaktoren sei ausdrücklich gewarnt. Etwas anspruchsvollere Ueberlegungen sind aber gerade bei EU-Abstimmungen mit der nötigen Vorsicht möglich.
Einfache Extrapolationen von den letzten Befragungsergebnissen auf das Abstimmungsergebnis sind nicht möglich. Denn man muss zwischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nach der letzten repräsentativen StimmbürgerInnen-Befragung vor Abstimmung interessiert regelmässig, was man daraus für das Abstimmungsergebnis ablesen kann. Vor einfachen Faustregeln in Form von Umrechnungsfaktoren sei ausdrücklich gewarnt. Etwas anspruchsvollere Ueberlegungen sind aber gerade bei EU-Abstimmungen mit der nötigen Vorsicht möglich.</strong></p>
<p>Einfache Extrapolationen von den letzten Befragungsergebnissen auf das Abstimmungsergebnis sind nicht möglich. Denn man muss zwischen </p>
<p>. Vorlagenart (Initiativen/Behördenvorlagen)<br />
. Trends in der Befragungsreihe (Ja zunehmend oder abnehmend) und<br />
. den Ereignissen, die nach der letzten Befragung geschehen,</p>
<p>unterscheiden.</p>
<p>Bei EU-Abstimmungen (meist Behördenvorlagen mit stabilem oder leicht steigendem Ja-Anteil) kann man wenigstens zwei der drei Randbedingungen einigermassen kontrollieren. Denn seit 1992 gab es fünf Volksentscheidung, die bis zuletzt mit einem identischen oder vergleichbaren Ansatz untersucht worden sind.</p>
<p><a href="http://www.kommunikationsblog.ch/blog/wp-content/uploads/2009/01/srgresult.gif"><img src="http://www.kommunikationsblog.ch/blog/wp-content/uploads/2009/01/srgresult-299x213.gif" alt="" title="srgresult" width="299" height="213" class="alignnone size-medium wp-image-487" /></a><br />
<em>Quelle: gfs.bern</em></p>
<p>Den so generierten Daten kann man entnehmen: Die Untentschiedenen verteilen sich in der Regel auf beide Seiten. Die Proportion ist indessen nicht fix. Der Anteil des last swings auf die Ja-Seite variiert zwischen 0 und 50 Prozent der Unentschiedenen; im Mittel beträgt er 27 Prozent. </p>
<p>Auf die Gegnerschaft gemünzt heisst dies: Die Mehrheit der Unentschiedenen in der letzten Erhebung vor EU-Referenden ging immer auf die Nein-Seite. Im Schnitt waren es 73 Prozent, im Einzelfall mehr oder auch weniger. </p>
<p>Das ist den auch die einzige Faustregel, die man bei EU-Abstimmungen gelten lassen könnte: </p>
<p>Dass sich die Unentschiedenen im Verhältnis von 1 zu 3 auf die beiden Lager verteilen, und zwar zugunsten der Gegnerschaft. Im Einzelfall kann das Verhältnis aber auch 1 zu 1 oder 0 zu 4 lauten. </p>
<p>Die Variabilität lässt sich mit dem dritten Erklärungsgrund begründen: den Ereignissen nach der letzten Befragung, sprich, den meinungsbildenden und mobilisierenden Momenten in der letzten 14 Tagen. Die Extrembeispiele im Jahre 2005 waren: </p>
<p>. Schengen/Dublin: stark medialisierte EU-Abstimmungen in Frankreich und Niederlande, welche den Nein-Anteil im last swing in der Schweiz beförderten<br />
. Personenfreizügigkeit: sehr starke Schlussmobilisierung der Ja-Seite.</p>
<p>Das hat bisher immer gestimmt. Es ist aber angesichts der eher geringen Fallzahl nicht mehr als eine erhärtete Spekulation. Vorsicht bleibt also angebracht, denn die vermeintlichen Faustregeln sind eher Fast-Regeln. </p>
<p>Claude Longchamp</p>
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		<title>Die letzte SRG-Umfrage zur Personenfreizügigkeit erscheint termingerecht am Mittwoch um 17 Uhr.</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Jan 2009 14:04:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Morgen abend erscheint die zweite und letzte Umfrage der SRG zur Volksabstimmung über die Personenfreizügigkeit, die am 8. Februar 2009 stattfindet. Spitzfindige Eidgenossen konstruieren aus der Tatsache, dass noch nichts veröffentlicht worden sei, es würde eine Ueberraschung geben, die unterdrückt werden müsse. Das Ganze basiert auf einem Irrtum und ist Teil der Nein-Kampagne. 
Die SRG [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Morgen abend erscheint die zweite und letzte Umfrage der SRG zur Volksabstimmung über die Personenfreizügigkeit, die am 8. Februar 2009 stattfindet. Spitzfindige Eidgenossen konstruieren aus der Tatsache, dass noch nichts veröffentlicht worden sei, es würde eine Ueberraschung geben, die unterdrückt werden müsse. Das Ganze basiert auf einem Irrtum und ist Teil der Nein-Kampagne. </strong></p>
<p>Die SRG publiziert seit 1998 regelmässig Umfragen vor Volksabstimmungen. Der Mittwochabend der zweiten Woche vor dem entscheidenden Wochenende ist seitdem stets der Publikationstag gewesen. Entscheidend ist die Regelung, die sich die Umfrageinstitute selbst auferlegt haben: 10 Tage vor der Abstimmung dürfen keine neuen demoskopischen Resultate mehr veröffentlicht werden. </p>
<p>Seit letztem Sonntag kursieren in Mails und auf dem Web Gerüchte, die aktuelle Umfrage hätte bereits am Wochenende erscheinen sollen. Sie sei jedoch nicht publiziert worden, weil sie eine Ueberraschung beinhalte, welche unter Verschluss gehalten werden müsse.</p>
<p>Verursacher der Grüchte sind, soweit rekonstruierbar, Teile des Referendumskomitees gegen die Personenfreizügigkeit, verwandte Politiker und affilierte Blogs. Auch meine Mailbox ist davon reichlich betroffen.</p>
<p>Das Phönomen ist neu und lästig. Wir halten deshalb fest: Die zweite und letzte Umfrage erscheint termingerecht am Mittwoch, 28. Januar 2009, 17 Uhr auf Internet und in den SRG SSR idée suisse Medien. </p>
<p>Alles andere ist frei erfunden und wird durch Wiederholung auch nicht wahrer. </p>
<p>Claude Longchamp</p>
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		<title>Die Meinungsbildung zur Personenfreizügigkeit 2005 in der Retrospektive</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Jan 2009 12:01:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Morgen Freitag erscheint die erste der beiden SRG-Umfragen zur Volksabstimmung vom 8. Februar 2009. Entschieden wird dann über die definitive Fortsetzung zur Personenfreizügigkeit, inklusive deren Erweiterung der bisherigen auf die neuen EU-Mitgliedstaaten Rumänien und Bulgarien. Schon vor der ersten direkten Volksentscheidung über dieses Thema in der Schweiz gab es von der SRG-Umfragen, die diesmal als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Morgen Freitag erscheint die erste der beiden SRG-Umfragen zur Volksabstimmung vom 8. Februar 2009. Entschieden wird dann über die definitive Fortsetzung zur Personenfreizügigkeit, inklusive deren Erweiterung der bisherigen auf die neuen EU-Mitgliedstaaten Rumänien und Bulgarien. Schon vor der ersten direkten Volksentscheidung über dieses Thema in der Schweiz gab es von der SRG-Umfragen, die diesmal als Vergleichsbasis dienen können. Ein kleiner Rückblick.</strong></p>
<p><a href="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/wp-content/uploads/pfztrend.gif"><img src="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/wp-content/uploads/pfztrend-300x202.gif" alt="" title="pfztrend" width="300" height="202" class="alignnone size-medium wp-image-1623" /></a></p>
<p><em><strong>Die Ereignisse am Anfang und am Ende</strong></em><br />
Das Hauptergeignis der Kampagne war damals am Anfang. EU-Kommissarin Ferrero-Waldner erklärte unmittelbar nach der Volksabstimmung zu den Abkommen von Schengen und Dublin, die im Juni 2005 stattfanden, nur bei einem Ja zur Personenfreizügigkeit würden der Zugang zur den beiden Abkommen offen stehen. Das verägerter die Schweizer Oeffentlichkeit erheblich. </p>
<p>Die Spannung blieb dann eigentlich bis zum Schluss bestehen, sodass die Ja-Seite ihre Kampagne bis in die allerletzten Tage verlängert, und an zentralen Orten für PassantInnenen bereits die Aepfel verteilen liess, die aus den Bäumen der Personenfreizügigkeit wachsen sollten. Mit Erfolg!</p>
<p><em><strong>Mehrheit, Trends und Konfliktmuster richtig erkannt</strong></em><br />
Am Abstimmungstag waren 56 Prozent für die Personenfreizügigkeit. 44 Prozent der Stimmenden waren dagegen. Die Umfrageserie im Voraus verweis recht genau auf das Endresultat. Am 10. August (45 Tage vor der Abstimmung) hielt die erste Erhebung 49 % Zustimmung, 36 % Ablehnung und 15 % Unschlüssige fest. Am 7. September (18 Tage vor der Abstimmung) lautete das Verhältnis 50 % dafür, 38 % dagegen und 12 % Unentschiedene. Damit war klar, dass beide Seiten während der Kampagne etwas zulegen konnten, es aber bis am Schluss recht offen blieb, was Sache war. </p>
<p>Auch das Konfliktmuster der Abstimmung wurde in den Vorberfragungen richtig erkannt: In erster Linie polarisiert wurden die Stimmenden aufgrund ihrer  Parteibindung. Hinzu kamen Einflüsse aus der sozialen Schichtung und aus der räumlichen Zugehörigkeit. </p>
<p>Die SP-Basis war von Beginn weg dafür, die SVP dagegend. Schwankend war die CVP-Basis, doch war immer ein Mehrheit im Ja, während sich dieses bei der FDP und den parteipolitisch ungebunden Stimmenden im Verlaufe der Kampagne verstärkte resp. aufbaute. </p>
<p><em><strong>Argumente durch Wirtschaft</strong></em><br />
Argumentativ hatte die Ja-Seite stets die Nase vorne. Die ökonomisch optimistische Grundstimmung war von Vorteil. Die Ja-Seite waren den auch mit drei wirtschaftsbezogenen Botschaften mehrheitsfähig: Vereinfacht ins Ausland arbeiten gehen zu können, die Rekrutierungsmöglichkeiten von neuem Personal in spezifischen Branchen der Schweiz und die generelle Wichtigkeit der Marktöffnung für die Schweizer Wirtschaft zählten dazu. Die Gegnerschaft war beim Druck auf den Schweizer Arbeitsmarkt mehrheitsfähig, beschränkt auch bei den allgemeinen Befürchtungen zur Migration. </p>
<p>Die wichtigste Frage kann noch nicht beantwortet werden: Stimmt diese Auslegeordnung auch heute noch, oder muss sie neu gemacht werden? Kommt es zum Paradigmenwandel, oder braucht es einfach eine Differenzierung. Morgen abend wissen wir mehr! </p>
<p>Claude Longchamp</p>
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