Die Fachschaft der Politik-StudentInnen an der Universität Luzern lud mich ein, aus der Arbeit eines ausseruniversitär tätigen Politikwissenschafters zu erzählen. Dabei stand für die Zuhörenden während der Diskussion die Frage im Vordergrund, wie man zu einer Praktikumsstelle kommt.

Heute bewerben sich viele Studierende für ein Praktikum. Die KandidatInnen werden immer jünger, und sind immer unerfahrener. Das widerspricht den Erwartungen eines Betriebes, der seit mehr als 10 Jahren regelmässig PraktikantInnen einstellt, denn das Profil, was man können muss und was man machen soll hat sich längst etabliert.
Deshalb sollte man auch nicht enttäuscht sein, wenn man einmal nicht genommen wird. Ein Praktikum ist je keine Lebensstelle, sondern ein Versuch in der Arbeitswelt Fuss zu fassen.
BewerberInnen sei empfohlen, in den sauber zusammengestellten Unterlagen die erworbenen Fachkompetenz aufzuzeigen, Arbeitstechniken, die man intus hat, aufzulisten und die Lebenserfahrungen zu dokumentieren. Letztlich zählt ein Mix, wenn man sich entscheidend.
Die StudentInnen an der jungen Universität Luzern haben dabei einen Vor- und einen Nachteil. Beginnen wir mit dem kritischen Befund: Ihre Ausbildung in Empirie und Forschungspraxis kann noch nicht mit der an anderen Universitäten wie Zürich, Bern oder Genf mithalten. Das sollte man, bei einer Bewerbung im Forschungsumfeld selber zu kompensieren versuchen.
Der grosse Vorteile der Studierenden in Luzern ist, in einem guten Lernumfeld das Studium absolvieren zu können. Auf die Motivation wirkt sich das vorteilhaft aus. Und das spiegelt sich hoffentlich auch in Bewerbungen wider.
In einem Punkt könnte es noch verbessert werden: Die die Gründung einer Alumni-Vereinigung unter den ersten AbsolventInnen der Politologie-Ausbildung, denn deren Wissen, das man an regelmässigen Treffen weitergibt, ist erfahrungsgemäss eine effiziente Stellenbörse.
Hier mein Vortrag, der sich noch zahlreich anderen Aspekten annahm.
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