Amerikanisierung der Wahlwerbung in der Schweiz

Pro Stimmberechtigten haben die Kandiderenden bei den Wahlen 2007 einen FĂĽnfliber fĂĽr Wahlwerbung ausgegeben. Damit rangiert die Schweiz zwischenzeitlich in einer ähnlichen Kategorie wie die USA. Zu diesem Schluss kommt die Wahlstudie “selects“, die heute publiziert wird.

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Für die Selects-Studie 2007 wurden erstmals auch National- und Ständeratskandidaten befragt. Die rund 1.700 selbstdeklarierten Angaben zu den Wahlkampfausgaben wurden schliesslich auf alle Kandidierenden hochgerechnet. So haben die Kandidierenden nach
eigenen Angaben rund 25 Millionen Franken ausgegeben, wie es in der Studie heisst.

6,1 Millionen Franken entfallen auf die Kandidaten der SVP, 5,9 auf die FDP, 4,9 Millionen auf die CVP, 2,5 Millionen auf die SP und 1,2 Millionen Franken auf die GrĂĽnen.

Zu den Ausgaben der Kandidatinnen und Kandidaten kommen nochmals die Ausgaben der Parteien dazu, die laut Schätzungen ebenfalls einen zweistelligen Millionenbetrag ausmachen.

Damit seien die Ausgaben pro Kopf in der Schweiz vergleichbar mit denen in anderen westlichen Demokratien. So erwarte man beispielsweise in den USA, dass für die kommenden Präsidentschaftswahlen 2008 mehr als eine Milliarde Dollar ausgegeben würden, was pro Stimmberechtigten rund fünf US-Dollar ausmache.

Mehr dazu unter:

Georg Lutz: Eidgenössische Wahlen 2007. Wahlteilnahme und Wahlentscheid. Lausanne 2008

NZZ Bericht

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