Die grosse Angst ins falsche Umfeld zu geraten

Egal, ob man selber Kinder hat oder nicht. Egal, ob man selber verheiratet ist oder nicht. Wenn es um Fragen der Familien, reden die Leute gut und gern in Umfragen.

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Die Antworten, die man dabei erhält, gehen allerdings weit auseinander.Das hat den “Beobachter” bewogen, in dieser Sache initiativ zu werden. Er hat das Forschungsinstituts gfs.bern Ende 2007 beauftragt, einen Familienmonitor aufzubauen, das heisst ein systematisches Beobachtungssystem zu etablieren, das bei Familien und Nicht-Familien, die in der Schweiz leben, hinsichtlich ihrer Einstellungen zum Kinderhaben, zur Familiengründung und zur individuellen resp. gesellschaftlichen Verantwortung relevante Daten erhebt.

Die erste Ausgabe des Beobachter-Familien-Monitors erscheint heute. Hier einige zentralen Aussagen, die uns – den MacherInnen – des Familienmonitors, am Ende der Studienausarbeitung am meisten aufgefallen sind:

. Die Familie als Institution bleibt in der schweizerischen Gesellschaft grundlegend akzeptiert.
. Die Definition der Familie erweitert sich stark und uneinheitlich, und damit steigt auch die Vielzahl an Erwartung an das, was Familien leisten sollen.
. Ein Gefühl der Ueberforderung mit der Elternschaft macht sich breit.
. Bei der Familiengründung bleibt, allen bisherigen öffentichen Debatten zum Trotz, die Polarität von Zielen wie Kinderhaben und beruflicher Karriere, entscheidend.
. Die heutige Kinderbetreuung ist bei weitem nicht normiert; sie schwankt stark zwischen intensiver und extensiver Kinderbetreuung.
. Die Intensität der Kinderbetreuung führt zu sehr unterschiedlichen Bewusstseinsformen zur Familien und verschiedenartigen Bedrohungsbildern.
. Die Angst, Kinder aufzuziehen, die dann in ein “falsches” Umfeld geraten, ist heute die stärkste, die Eltern beschäftigt. Das negative Bild der Familienumgebungen, das heute verbreitet ist, trägt dazu bei!

Wir hoffen mit dem Beobachter, dass das sich dazu eine öffentliche Diskussion über Folgen für Politik, Gesellschaft, Eltern und Individuen ergibt.

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