Sonntag 21. Oktober, Punkt 12:00 Uhr; Startschuss für uns vom gfs-Befragungsdienst mit der Umfrage zum Wahltag zu beginnen. Zehn Minuten vorher haben wir das “go” von der Projektleiterin Bianca Rousselot erhalten. 45 Interviewer haben sich bereits ab 11:30 eingeloggt, um einen Test mit dem Fragebogen durchzuführen, sich im Thema einzudenken, und sich Fragen zu stellen, was für Antworten wohl kommen können. so bleibt Zeit für Rücksprache und Anmeldung bei der Supervision ,ob alles i.o. ist.
Und los geht’s!
Für uns ist es keine Frage, ob wir es schaffen werden, die 1000 repräsentativ ausgesuchte Schweizer und Schweizerinnen, die gewählt haben, in einem 5 Minuten-Interview zum Wahlverhalten und zur Meinungsbildung bis am Abend befragen zu können. Alle Interviewer sind alte Hasen, haben viele Wahlbarometer-Interviews geführt und wissen, wie sie die Schweizer und Schweizerinnen dazu motivieren können bei einer solchen Umfrage mitzumachen. Das Interesse in der wählenden Bevölkerung ist bei dieser spannenden Befragung denn auch gross, und bis auf ein paar Langschläfer stört sich kaum einer daran, am Sonntag angerufen zu werden.
Im Gegenteil: “Äntlich lütet Sie mir mal aah, ich han mich scho immer gfröged, wär da dänn befrögt wird..”,. meint ein überzeugter SVP-Wähler gleich nach Studienstart! Nun ist er beruhigt. Im Halbstundentakt werden Ergebnisse am Fernsehen aus der Hochrechnung übertragen, interessanterweise steigt fast Zeitgleich die Mitmachbereitschaft der Befragten. “Ich gib ihnä grad mini Meinig, aber jetzt red de Longchamp am Fernseh sie münd also schnäll warte”, meint eine junge Frau, welche wissen will, ob die Grünen wirklich zulegen oder nicht; jubelnd kommt sie zurück ans Telefon.
Kurz nach 19 Uhr sind die 1000 Interviews drin. Wir schicken die Ergebnisse dem Projektleiter direkt in’s Fernsehstudie und schliessen unser “Wahllokal” auf dem Weg zu einem feinen Nachtessen und einem guten Glas Wein. Jetzt müssen die Forscher vom gfs.bern arbeiten!
Georges Ulrich
Institutsleiter gfs-befragungsdienst

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